
Instrumente
Brig, Kollegiumskirche
Die monumentale Orgel der Kollegiumskirche Brig wurde von der Orgelbauwerkstatt Füglister erbaut und 1994 eingeweiht. Obwohl sie sich in ihrer Gestaltung an der Walliser Orgeltradition orientiert, wurde das Instrument bewusst nach dem Vorbild französischer Orgeln der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konzipiert. Dadurch vereint die Orgel klangliche Elemente der französischen Klassik mit den farbenreichen Ausdrucksmöglichkeiten der Romantik. Der stark hallende Kirchenraum unterstützt diesen Klangcharakter zusätzlich und verleiht dem Instrument den eindrucksvollen Klang einer französischen Kathedralorgel.
Die Orgel verfügt über 40 Register auf drei Manualen und Pedal und eignet sich besonders für die Interpretation französischer romantischer Orgelliteratur von Komponisten wie César Franck oder Charles-Marie Widor. Gleichzeitig ermöglicht die vielseitige Disposition auch die stilgerechte Wiedergabe weiterer Epochen. Die Registerzüge und Koppeln orientieren sich am Vorbild der Instrumente von Aristide Cavaillé-Coll und bieten dadurch eine authentische Spielweise französischer Orgelmusik.
Besonders hervorzuheben ist die mechanische Spieltraktur, die trotz der Grösse des Instruments einen präzisen und direkten Anschlag ermöglicht. Eine weitere Besonderheit bildet das offene 32’-Register, das in dieser Bauweise in der Schweiz einzigartig ist. Damit zählt die Orgel der Kollegiumskirche Brig zu den bedeutendsten Konzert- und Kirchenorgeln der Region.

I. Grand Orgue
Montre 16'
Montre 8'
Flûte harmonique 8'
Gambe 8'
Bourdon 8'
*Prestant 4’
*Doublette 2’
*Fourniture V2 2/3’
*Cornet V (ab c‘) 8’
*Bombarde 16'
*Trompette 8'
*Clairon 4’
Koppeln: III-II, III-I, II-I,
III-P, II-P I-P
*jeux de combinaison:
G.-O. / Pos. / Réc. / Péd.
II. Positiv
Bourdon 16'
Montre 8'
Cor de nuit 8'
Salicional 8'
Prestant 4'
Flûte 4'
Nazard 2 2/3'
*Doublette 2'
*Tierce 1 3/5'
*Plein-jeu IV 1 1/3'
*Trompette 8'
*Cromorne 8'
Tremblant doux
III. Récit
Flûte harmonique 8'
Viole de Gambe 8'
Voix céleste 8'
Flûte octaviante 4 '
*Octavin 2'
*Trompette harm. 8'
Basson-Hautbois 8'
Voix humaine 8'
*Clairon harm. 4'
Tremblant fort
Pédal
Flûte ouverte 32'
Flûte ouverte 16'
Soubasse 16'
Basse 8'
Octave 4'
*Bombarde 16'
*Trompette 8’
Brig, Herz-Jesu Kirche
Die Pfarrei Brig erhielt im Sommer 2026 eine neue Orgel aus der Werkstatt der Firma Goll.
Das Instrument wurde klanglich so konzipiert, dass es den Anforderungen des Gottesdienstes in besonderer Weise gerecht wird, was sich unter anderem in der Vielzahl an Grundstimmen in der Disposition widerspiegelt. Gleichzeitig wurde grosser Wert auf eine stilistische Vielseitigkeit gelegt.
Neben der Interpretation barocker Musik eignet sich die Orgel ebenso für das Repertoire des 19. und 20. Jahrhunderts. Das Instrument verbindet Klänge des deutschen und französischen Orgelbaus und integriert zugleich charakteristische Klangfarben der Romantik zu einem ausgewogenen Gesamtklang.

I. Hauptwerk
Bourdon 16’
Principal 8’
Hohlflöte 8’
Doppelflöte 8’
Octave 4’
Spitzflöte 4’
Nasard 2 2/3’
Flageolet 2’
Terz 1 3/5’
Mixtur 2’
Clarinette 8’
Koppeln: II-I, II16’-II, II-P, I-P, II4’-P
II. Schwellwerk
Cor de nuit 8’
Konzertflöte 8’
Gambe 8’
Vox coelestis 8’
Prestant 8’
Traversflöte 4’
Octavin 4’
Larigot 2’
Trompette harm. 1 1/3’
Oboe 8’
Tremulant
Pedal
Subbass 16’
Oktavbass 8’
Violoncello 8’
Choralbass 4’
Fagott 16’
Trompete 8’
Brig, Klosterkirche St. Ursula
Die Klosterkirche des Ursulinenklosters in Brig wurde 1732 erbaut. 1994, also im selben Jahr wie die knapp 100 Meter entfernte Kollegiumskirche, erhielt auch das Kloster eine neue Orgel.
Füglister baute das Instrument in ein historisch nachempfundenes Barockgehäuse. Durch das Schwellwerk lässt das eher neobarock geprägte Instrument die Interpretation eines breiten Spektrums an Literatur zu.

I. Hauptwerk
Principal 8'
Bourdon 8'
Octav 4'
Spitzflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Superoktave 2'
Mixtur III 1 1/3'
Trompete 8’
Koppeln: II-I, II-P, I-P
II. Schwellwerk
Offenflöte 8'
Gedackt 8'
Salicional 8'
Octave 4'
Rohrflöte 4'
Waldflöte 2'
Plein-jeu III 2'
Oboe 8'
Tremulant
Pedal
Subbass 16’
Octavbass 8’
Choralbass 4’
Posaune 8’
Naters, St. Mauritius
Die Orgel der Pfarrkirche in Naters wurde im Jahr 1980 von Füglister erbaut und im Rahmen einer Revision im Jahr 2004 geringfügig verändert. Sie stellt ein gelungenes Beispiel eines neobarocken Orgelneubaus dar. Die 30 Register wurden in das historische Gehäuse, das auf das Jahr 1764 zurückgeht, eingebaut. Das Oberwerk befindet sich im oberen Bereich des Mittelturms.
Die klangliche und technische Anlage der Orgel erlaubt die Darstellung eines umfangreichen Repertoires. Aufgrund ihrer Disposition eignet sich das Instrument insbesondere für die Interpretation barocker Werke.

I. Hauptwerk
Principal 16’
Principal 8’
Copel 8’
Flauto dolce 8’
Suavial 8’
Octav 4’
Nachthorn 4’
Nasat 2 2/3’
Doublette 2’
Gemshorn 2’
Terz 1 3/5’
Quint minor 1 1/3’
Mixtur 4f 2’
Cymbel 2f 1’
Cornet 5f 8’
Trompete 8’
Koppeln: II-I, II-P, I-P
II. Oberwerk
Gedackt 8’
Prinzipal 4’
Rohrflöte 4’
Superoctav 2’
Larigot 1 1/3’
Sesquialtera 2f 2 2/3’
Scharf 3f 1’
Krummhorn 8'
Pedal
Subbass 16’
Octavbass 8’
Bassflöte 8’
Choralbass 4’
Posaune 16’
Trompete 8’
